Der Leipziger

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„Letztendlich entscheidet nur die Qualität“

Mit „Sol y Mar“-Chefin Kathleen Elsner sprach Martin Stralau.

Wie lange sind Sie schon Chefin des „Sol y Mar“?
Kathleen Elsner: Seit dem 14. April 2004.

Wie sieht Ihr Aufgabenbereich konkret aus?
Ich bin Geschäftsleiterin vom „Sol y Mar“, vom „Chocolate“ und von der „Milchbar“. Das Ganze gehört zu einer GmbH, der zwei Geschäftsführer vorstehen.

Wenn Sie einmal Bilanz ziehen, waren Sie mit dem letzten Geschäftsjahr zufrieden?
Auf das „Sol y Mar“ bezogen eindeutig ja! Bei den anderen Geschäften hätte es besser laufen können, aber im Endeffekt war es okay.

Was bedeutet denn der Name „Sol y Mar“ eigentlich übersetzt und wer ist auf die Idee gekommen diese Bar so zu nennen?
Übersetzt bedeutet das Sonne und Meer. Auf die Idee für diesen Namen sind die zwei Geschäftsführer Steffen Wendler und Michael Kuriat gekommen. Der Name steht für Wärme, Sonne und Mittelmeer. Zudem verkörpert er sozusagen unsere mediterrane Schiene, die wir fahren, insbesondere was das Essen angeht und den Wein betrifft.

Die Gottschedstraße ist ja in Leipzig bekannt für ihre vielen Bars und Kneipen, wie lebt es sich denn so mit dieser Konkurrenz, können Sie sich da gut behaupten oder gestaltet sich das sehr schwierig?
Also Konkurrenz hin oder her, fest steht, dass die Gottschedstraße dadurch eindeutig belebt wird. Gäbe es weniger Konkurrenten hier im direkten Umfeld, hätten auch wir eine kleinere Chance zu überleben. Außerdem hat ja jeder sein eigenes Motto, sein eigenes Konzept und jedes Geschäft hat auch auf eine gewisse Art und Weise seine eigenen Gäste. Letztendlich entscheidet zudem nur die Qualität. Die Zusammenarbeit unter den Geschäften funktioniert ganz gut.
Das Sol y Mar hat letztes Jahr im Dezember zusammen mit dem „Chocolate“, der „Luise“, dem „Koslik“, der „Milchbar“ und dem „Kosmos“ das erste Mal eine Straßengemeinschaft gebildet. Wir haben gemeinsam ein Weihnachtsfest ausgerichtet, bei dem vor jedem dieser Läden ein Tannenbaum aufgestellt war und es gab einen gemeinsamen Glühweinstand an den Feiertagen. Des Weiteren wollten wir eine große Silvesterparty ausrichten, was aber leider nicht ganz geklappt hat. In diesem Jahr wollen wir die guten Ansätze aus dem letzen Jahr weiterentwickeln, das heißt, es werden sich mehr Bars anschließen, und vielleicht klappt es dann ja mit einer riesengroßen Party zu Silvester.

Es sind also weitere Kooperationen geplant. Wie läuft das Ganze denn für den einzelnen Kunden ab: Bezahlt dieser einen Pauschalpreis und kann dann überall rein, oder wie muss man sich das vorstellen?
Soweit haben wir das jetzt noch nicht geplant. Im letzten Jahr haben wir das so gemacht, dass überall in den Läden Flyer verteilt wurden, auf denen stand was die Läden wollten und was sie anbieten. Jeder hat damit erstmal auf sich aufmerksam machen wollen. Wenn wir jetzt ein Programm starten sollten, dann wissen wir noch nicht, wie wir es genau machen wollen. Das muss noch etwas reifen.

Zum Thema Fußball-WM 2006. Allein in Leipzig wird mit 150 000 Besuchern gerechnet. Gibt es denn schon Konzepte, wie Sie speziell die Fans ins „Sol y Mar“ locken wollen oder machen sie sich keine Gedanken darüber?
Diesbezüglich haben wir uns noch keine Gedanken gemacht, da wir erst einmal für dieses Jahr planen und erst im nächsten Jahr weitersehen, was wir dann machen.

Sie denken also nicht langfristig?
Nein, jedenfalls nicht was speziell die Fußball-WM betrifft.

Werden Sie denn vorher noch die Möglichkeit nutzen, ihr Personal in Fremdsprachen wie Englisch, Französisch oder Spanisch zu schulen, damit dieses sich auch mit den ausländischen Gästen problemlos verständigen kann?
Natürlich werden wir dem Personal die Möglichkeit geben, dass Sie sich in diesem Punkt weiterbilden können. Aber ich glaube, dass die Motivation bei den Mitarbeitern schon so stark ist, dass sie es von sich aus machen. Englisch sehe ich jetzt nicht als Problem, das können die meisten. Aber gerade bei den anderen Sprachen werden sie bestimmt gerne mitmachen wollen.

Viele Gäste kommen ja gerade auch wegen dem gemütlichen Ambiente und Flair ins „Sol y Mar“. Faszinierend ist vor allem die Idee mit den Betten, auf denen man sich räkeln und entspannen kann. Wer ist auf diese Idee gekommen und wie ist das Ganze entstanden?
Die beiden Geschäftsführer haben das Konzept ausgearbeitet und entwickelt. So wie das „Sol y Mar“ sich hier präsentiert, ist das schon irgendwo einzigartig. Natürlich hat man sich bei dem einen oder anderen Laden auch mal eine Idee geholt. Das Gesamtkonzept haben dann mehrere Köpfe zusammen erarbeitet und umgesetzt, der eine hat die Idee mit den Stoffen für die Vorhänge umgesetzt, ein Architekt wiederum seine Pläne damit kombiniert. Am Ende stand dann einfach die Verwirklichung des „Sol y Mar“ als ein Ergebnis aus vielen Träumen und Ideen.

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