Legida-Bilanz

Statt der angekündigten 40- bis 60000 Rechtsdrehenden kamen ersten Schätzungen zufolge maximal 15000, Luftaufnahmen legen eine deutlich niedrigere Zahl nahe. Jana Hensel hat sich unter die selbsternannten „Besorgten“ gemischt und berichtete am späten Abend im Deutschlandfunk von maximal 7000 Legidas (dradio.de, mp3). Nach Angaben der Bundespolizei kamen etliche Legidas aus Dresden angereist. Wer selbst zählen will: Legida-Abschlusskundgebung, Augustusplatz, vom Uni-Riesen aus fotografiert. Die 19 Gegendemos hatten zusammen locker 20000 Teilnehmer, meldet die Stadtverwaltung.

An markanten Gebäuden entlang der Legida-Route, etwa der Oper, wurde die Beleuchtung gelöscht (t-online.de)

Die Polizei hatte nach eigenen Angaben bis etwa 22 Uhr Probleme, die Legidas ohne Begegnungen mit Gegendemonstranten aus der Stadt zu bugsieren (zeit.de).

Der Polizeieinsatz war mit über 4000 Einsatzkräften wie erwartet massiv, konnte aber Übergriffe aus den Legida-Reigen auf Gegendemonstranten und vereinzelt auch Journalisten ebensowenig verhindern (sueddeutsche.de) wie vereinzelt brennende Autos und Mülltonnen. Die Dresdner Pegidas, oder was nach dem Rücktritt von Lutz Bachmann davon übrig ist (tagesschau.de), distanzieren sich von den Aussagen von Legida und prüfen Unterlassungsklage (spiegel.de).

Im Vorfeld der Demonstration wurden Bahnanlagen von Unbekannten sabotiert, was den Bahnverkehr von und nach Dresden stark einschränkte (huffingtonpost.de), Brände in Kabelschächten legten zwischenzeitlich den Zugverkehr im Citytunnel lahm (@mdr_sn). Die Klage der Legida-Organisatoren gegen Einschränkungen der angemeldeten Demonstrationsstrecke scheiterte vor dem Verwaltungsgericht (leipzig.de)

Link: http://bit.ly/1Jhv6qA    Quelle: mdr.de

Dieser Lesehinweis gehört zu: Donnerstag, 22. Januar 2015

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